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Show Antisemitism the red cardGegen die Israel-Boykott-Bewegung im Fußball

Es war eine ganz besondere Reise, die unser 1. FSV Mainz 05 in der letzten Saison durch Europa zurücklegte. Sechs Auswärtsspiele durften wir bestreiten, jedes einzelne davon ein ganz besonderes Erlebnis. Die Terminierungen, die Ticket-Situation, die Anreisewege sowie die örtlichen Sicherheitsvorgaben machten das Ganze mitunter zu einem sehr nervenaufreibenden Unterfangen – aber Hauptsache, es klappt am Ende irgendwie. Und das hat es ja immer. Und so ein bisschen Abenteuer gehört gerade bei internationalen Spielen auch einfach dazu.

Was allerdings israelische Fußballfans (bzw. Fußballfans israelischer Clubs) aktuell im Kontext von UEFA-Wettbewerben erleben, hat mit den üblichen Strapazen oder „Abenteuern“ überhaupt nichts zu tun. Vielmehr steht ihre gesamte Europapokalsaison im Schatten einer fortschreitenden Normalisierung antisemitischer Pogromstimmung sowie unter dem Vorbehalt antisemitischer Ausschlüsse. Dabei wäre es allerhöchste Zeit, den Ernst der Lage zu begreifen: Israelis werden in Europa zunehmend zum Ziel von Übergriffen, während Jüdinnen und Juden in Deutschland längst „auf gepackten Koffern sitzen“[1].

Heimspiele im Exil und Fans im Visier

Dass israelische Fußballclubs ihre europäischen Heimspiele seit dem 07. Oktober und dem darauffolgenden Gazakrieg nicht mehr in Israel austragen dürfen,[2] ist angesichts der Sicherheitslage vor Ort zumindest nachvollziehbar.[3] Und doch bleiben es ein bedrückender Anblick und eine prekäre Lösung, dass israelische Fans, wenn sie nicht selbst ausgeschlossen bleiben,[4] ihre magischen europäischen ‚Heimspiele‘ Hunderte Kilometer entfernt, nur unter erhöhten Sicherheitskontrollen, immensem Polizeiaufgebot und oft genug gänzlich ohne ‚Gästefans‘ erleben können.[5] Immerhin hat sich die internationale Israel-Boykott-Bewegung, die sich im Anschluss an das größte antisemitische Massaker seit der Shoah eilig neu formierte und aktuell unter dem Label „Show Israel the red card“ mobilisiert, mit ihrer Maximalforderung, Israel vollkommen aus dem internationalen Fußball zu verbannen,[6] vorerst nicht durchgesetzt.[7] Was sich allerdings immer selbstbewusster durchsetzt, ist – im Kontext der europäischen Auswärtsspiele israelischer Mannschaften – eine Praxis des Ausschlusses, die letztlich als leidenschaftslose Kapitulation vor, wenn nicht als eilfertige Kollaboration mit dem antisemitischen Mob zu begreifen ist.

Dass dieser Mob im Kontext israelischer Gastspiele in Europa regelmäßig sein Unwesen treibt, ist schon länger bekannt. Ein Tiefpunkt liegt knapp 20 Jahre zurück: Im November 2006 machten mehrere Dutzend rechte Hooligans der Boulogne-Boys von PSG nach einem Heimspiel gegen Hapoel Tel Aviv Jagd auf einen jüdischen Hapoel-Fan. Der Schwarze Zivilpolizist Antoine Granomort kam ihm zu Hilfe, wurde selbst rassistisch beleidigt, mit dem Tode bedroht und zu Boden gebracht. In Notwehr gab er einen tödlichen Schuss ab.[8]

Erinnert sei hier auch an die antisemitischen Übergriffe von Anhängern von Union Berlin 2021[9] sowie besonders an die schockierenden Ausschreitungen vom April 2023 in Athen, als sich AEK-Fans – noch vor dem 07. Oktober – bei einem Basketballspiel gegen Hapoel Jerusalem nicht mehr – wie noch 2019[10] – damit begnügten, Israelflaggen zu verbrennen, Hisbollah-Fahnen zu zeigen und einen wegen fünffachen Mordes verurteilten Terroristen zu glorifizieren.[11] Nun wurde ihre symbolische Unterstützung islamistischer Terrororganisationen auch tatkräftig und sie gingen mit Steinen und Feuerwerkskörpern (ausgerechnet) auf die linkeste aller israelischen Fanszenen[12] los.[13] Schon diese Beispiele – und ein Blick in die Geschichte – zeigen, dass der Hass auf Israelis nichts mit der nachvollziehbaren Unterstützung palästinensischer Friedensbewegungen zu tun hat.[14] Er ist eben Hass, Hass auf Israel, der logisch in Kriegstreiberei münden muss.

Die aktuelle Situation

So schwer derlei antisemitische Anfeindungen und Angriffe immer schon wogen – zumindest waren israelische Fans nicht von vornherein und kategorisch als ‚unerwünschte Personen‘ behördlich bzw. institutionell von den Spielen ausgeschlossen. Doch auch das änderte sich nach dem 07. Oktober, der im europäischen Sport im Übrigen auffallend laut beschwiegen wurde. Schon im Dezember 2023 entschieden spanische Behörden, die Partie Villarreal gegen Maccabi Haifa als „Hochrisikospiel“ einzustufen und keine Gästefans zuzulassen.[15] Nun ist es nichts Neues, dass Gästefans bei UEFA-Klubwettbewerben auch gerne mal ausgeschlossen werden, sei es wegen behördlicher Verfügung oder auf Geheiß der UEFA. Zwar kommt es vor, dass sich hierbei nicht auf konkretes Fehlverhalten der Fans, sondern auf abstrakte „Risikobewertungen“ gestützt wird.[16] Doch üblicherweise werden solche Entscheidungen auf der Grundlage von konkreten Hinweisen gefällt, die mit den jeweiligen Fanszenen in Zusammenhang stehen und Sicherheitsbeeinträchtigungen befürchten lassen.[17] Erst kürzlich betonte die UEFA, dass kollektive Verbote „nur in außergewöhnlichen Fällen“ zu erlassen und an „klare, objektive und aktuelle dokumentierte Beweise“ zu binden seien.[18]

Dass israelische Gästefans mit kollektiven Ausschlüssen belegt werden, hat aktuell jedoch nichts mit realen bzw. ihnen unterstellten Entgleisungen zu tun. Als die Fans von Maccabi Haifa im Februar 2024 nicht zu ihrem Spiel bei KAA Gent fahren durften, ließ die Stadt Gent (Belgien) in der Begründung ihrer Entscheidung durchblicken, worum es auch den spanischen Behörden wenige Monate zuvor schon gegangen sein dürfte: Es gäbe „Beschwerden von politisch engagierten Bürgern“, das Spiel sei potenzieller „Katalysator, um Frustrationen und Unmut auszudrücken, die an sich nichts mit dem Spiel selbst zu tun haben“. Man sehe gar die Möglichkeit einer „Bombendrohung“.[19]

Wie es dann aussieht, wenn sich solche „Frustrationen und Unmut“ handgreiflich ausdrücken, konnte man im November 2024 bei antijüdischen Hetzjagden auf die etwa 3.000 Gästefans von Maccabi Tel Aviv in Amsterdam beobachten.[20] Das provokante und teils auch rassistische Auftreten einiger Maccabi-Anhänger vor dem Spiel[21] hatte die Situation sicher nicht beruhigt – es war aber nicht die Ursache, sondern allenfalls ein willkommener Anlass für die nach dem Spiel folgende Menschenjagd, bei der sich in der gesamten Innenstadt unzählige Kleingruppen zu antisemitischen „hit and run assaults" versammelten.[22]

Schon vor diesen Ausschreitungen hatten der Gastgeber des nächsten Auswärtsspiels Maccabis, Beşiktaş Istanbul, und der türkische Fußballverband schamlos erklärt, dass durch israelische Gästefans ohnehin nur „Provokation und Propaganda für die von Israel in Palästina begangenen Massaker“ zu erwarten sei, weshalb das Spiel nach Ungarn verlegt und dort zum Geisterspiel erklärt wurde.[23] Ein Jahr später gingen die englischen Behörden Birminghams etwas subtiler vor und nutzten die Ausschreitungen von Amsterdam als Vorwand, um Aston Villa den Kartenverkauf an Maccabi-Fans wegen Sicherheitsbedenken zu untersagen. Die polizeiliche Begründung vermittelt die bedrückende Ahnung von einer Atmosphäre, in der schon das Gastspiel eines israelischen Fußballvereins zum Anlass politischer und antisemitischer Mobilisierung wird.[24] Eine Mobilisierung, die übrigens weder gegenüber Russland (im Kontext des Kriegs gegen die Ukraine seit 2014) noch gegenüber der Türkei (im Kontext der Angriffe auf kurdische Gebiete) zu beobachten gewesen wäre.

Und was besonders fatal ist: Die Agitation trägt Früchte. In den Niederlanden haben verschiedene Akteure gegen das Auswärtsspiel von Hapoel Beer Sheva bei AZ Alkmaar am 15. Oktober mobil gemacht.[25] Das Ergebnis: Bürgermeisterin Anja Schouten, Staatsanwaltschaft und Polizei entschieden aus Angst vor „möglichen Demonstrationen“ und wiederum unter Hinweis auf die Ausschreitungen von Amsterdam, dass keine Gästefans zugelassen werden.[26] Eine Woche später sollte Beer Sheva eigentlich im belgischen Leuven gegen Union Saint-Gilloise antreten. Der Bürgermeister von Leuven, Mohamed Ridouani, ist den Protesten voller Überzeugung sogar noch zuvorgekommen und bleibt erklärtermaßen „konsequent“ darin, israelische Sportmannschaften nicht im King Power at Den Dreef Stadion antreten zu lassen.[27] Die aktuelle ‚Lösung‘: Ein Spiel in Düsseldorf ohne Fans.[28] Für das Spiel gegen Beşiktaş im November gibt es widersprüchliche Infos – offiziell soll es in Istanbul stattfinden, offenbar ist aber erneut eine Verlegung ins Ausland geplant.[29] Aus Bournemouth ist noch nichts zu vernehmen, doch bis zu dem Spiel im Januar 2027 ist ja auch noch etwas Zeit.

In den Farben getrennt – in der Sache vereint?

Anstatt also gemeinsame Reisen und Abenteuer zu planen, müssen die Fans von Hapoel Beer Sheva, denen unsere Gruppe und andere 05-Fans durch enge Kontakte und auch Freundschaften verbunden sind, die Erfahrung machen, in Europa nicht einmal geduldet zu sein. Auf Unterstützung durch die Zivilgesellschaft vor Ort können sie nicht hoffen – im Gegenteil. Währenddessen inszeniert man sich in Glasgow weiterhin mit PFLP-Flaggen[30] und von Madrid[31] bis Częstochowa[32], von Paris[33] bis Konya[34], von Rom[35] bis Jena[36] und von Manchester[37] bis Nicosia[38] sind sich linke wie rechte Kurven einig: Israel ist der „Jude unter den Staaten“[39] und seine Bürger*innen potenziell zum Abschuss freigegeben.[40] Einmal mehr erweist sich Antisemitismus als die Integrationsideologie schlechthin. Insofern hat sich nichts geändert.

Umso bedrückender ist, mit welch vorauseilendem Gehorsam europäische Institutionen mit diesem antisemitischen Mob auf der Straße und in den Kurven gemeinsame Sache machen. Will man keine antijüdischen Pogrome, so scheint die Logik im Europa des 21. Jahrhunderts, sollte man keine Juden reinlassen. Angesichts dieser neuen Qualität antisemitischer Bedrohungslagen und Ausschlussmechanismen wäre es dringend notwendig, dass sich alle Akteure im Fußball ihrer vielgepredigten Verantwortung innerhalb der ‚Fußballfamilie‘ – und damit einem massiven Antisemitismusproblem – stellen.

Einzelnachweise

  1. ↑Vgl. (anstelle vieler) Daniel Vymyslicky von der Fachstelle gegen Antisemitismus gegenüber dem WDR (Folgen von Antisemitismus für jüdische Menschen in NRW). Ingo Neumayer: Antisemitismus in NRW: Name ändern, Kippa verbergen, Schule wechseln. WDR, 02.08.2026.https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/antisemitismus-auswandern-fachstelle-ns-dokumentation-100.html
  2. ↑So entschieden durch die UEFA am 19.10.2023; UEFA: Abbruch des EM-Qualifikationsspiels zwischen Belgien und Schweden – Halbzeitergebnis als Endergebnis bestätigt. 19.10.2023.https://de.uefa.com/news-media/news/0286-1940797059da-d38f61e815d0-1000--abbruch-des-em-qualifikationsspiels-zwischen-belgien-und-s/
  3. ↑Vgl. IFA-Präsident Moshe Zuares: Israel Football Association: [Mitteilung über das angekündigte Verbot von Spielen in Israel]. o. D.https://www.football.org.il/en/magazine/?itemid=%7B498A4D57-B762-4565-90C9-EA9ECDDFA98D%7D
  4. ↑So etwa bei den ‚Heimspielen‘ von Maccabi Haifa und Maccabi Tel Aviv im November 2023.
  5. ↑Von den Folgen für die Clubs ganz zu schweigen, vgl. etwa SRF: Weniger Fans, weniger Geld … 16.09.2026.https://www.srf.ch/sport/fussball/europa-league/europa-league-im-exil-weniger-fans-weniger-geld-so-leidet-hapoel-bei-heimspielen
  6. ↑Football4Palestine: About [Selbstdarstellung]. o. D.https://football4pal.com/about/
  7. ↑Vgl. Jerusalem Post Staff: ‘Not like Russia’: Israel will not be banned from soccer games. The Jerusalem Post, 09.02.2024. Combat Antisemitism Movement: ‘Show Israel the Red Card’ Campaign Is Latest Antisemitic Effort to Exclude Jewish Athletes Globally. 06.03.2025.https://www.jpost.com/israel-news/sports/article-786028https://combatantisemitism.org/studies-reports/show-israel-the-red-card-campaign-is-latest-antisemitic-effort-to-exclude-jewish-athletes-globally/
  8. ↑Gérard Davet: Le témoignage du policier auteur du coup de feu contre un supporteur du PSG. Le Monde, 27.01.2007. Die Solidaritätsbekundungen vonseiten der PSG-Fans und anderer französischen Fanszenen beschränkten sich erwartbarer- wie traurigerweise auf den in Notwehr erschossenen Hooligan, vgl. Luc Bronner: Enquête sur la famille des Boulogne Boys. Le Monde, 27.11.2006https://www.lemonde.fr/societe/article/2007/01/27/le-temoignage-du-policier-auteur-du-coup-de-feu-contre-un-supporteur-du-psg_860388_3224.htmlhttps://www.lemonde.fr/societe/article/2006/11/27/enquete-sur-la-famille-des-boulogne-boys_839021_3224.html
  9. ↑Felix Tamsut: Antisemitic incidents mar Union Berlin’s win over Haifa. Deutsche Welle, 06.10.2021.https://amp.dw.com/en/antisemitic-incidents-mar-union-berlins-win-over-maccabi-haifa/a-59374748
  10. ↑Efrat Amoraban: Greek fans burn Israeli flag at basketball game against Israelis. Ynetnews, o. D. European Jewish Congress: Greek fans burn Israeli flag at basketball game. 20.12.2019https://www.ynetnews.com/culture/article/rkTN00p000Bhttps://eurojewcong.org/news/communities-news/greece/greek-fans-burn-israeli-flag-at-basketball-game-with-israelis/
  11. ↑Die Fanszene von AEK Athen präsentiert sich immer wieder stolz mit einem Banner für Marwan Barghouti. Barghouti führte die Fatah-Miliz „Tanzim“ und war nach Feststellung des Gerichts auch führend in den „Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden“ tätig; 2004 wurde er wegen Mordes an fünf Menschen, versuchten Mordes und terroristischer Organisationsdelikte zu fünfmal lebenslänglich plus 40 Jahren verurteilt. Die mit der Fatah eigentlich verfeindete Hamas versuchte mehrfach, die Freilassung ihres ‚Volkshelden‘ durch Geiselaustausch durchzusetzen. Robin Shulman: Palestinian Leader Convicted in Israel. The Washington Post, 21.05.2004. Reuters: 'Israel refused to release Barghouti at last moment'. 13.10.2011. Samy Magdy, Joseph Krauss: Hamas wants these high-profile prisoners freed in exchange for Gaza hostages | AP News. AP News, 08.08.2025.https://www.washingtonpost.com/archive/politics/2004/05/21/palestinian-leader-convicted-in-israel/f84fcf85-50b9-4abb-81ac-6b5a70fa3a12/https://www.ynetnews.com/articles/0%2C7340%2CL-4134708%2C00.htmlhttps://apnews.com/article/israel-hamas-war-palestinian-prisoners-barghouti-ecd57941b935a88c1f560d35e25d0c1f
  12. ↑Kevin Culina: Mit Kippa, Che und Regenbogen. Jungle World, Nr. 43/2015, 22.10.2015. Brigade Malcha: Instagram-Profil @brigade_malcha. o. D.https://jungle.world/artikel/2015/43/mit-kippa-che-und-regenbogenhttps://www.instagram.com/brigade_malcha/?hl=de
  13. ↑ToI Staff: Sports minister slams violence by Greek basketball fans as ‘antisemitic attack’. The Times of Israel, 13.04.2023. Efrat Amoraban: Greek fans burn Israeli flag at basketball game against Israelis. Ynetnews, o. D.https://www.timesofisrael.com/sports-minister-slams-violence-by-greek-basketball-fans-as-antisemitic-attack/https://www.ynetnews.com/culture/article/rkTN00p000B
  14. ↑An dieser Stelle sei hier beispielhaft auf die Arbeit von Realign for Palestine verwiesen: Realign for Palestine: End the violence. Start the future. o. D.https://realignforpalestine.org/
  15. ↑Vgl. Villarreal CF: Useful information for Villarreal vs Maccabi Haifa. 01.12.2023.https://villarrealcf.es/en/useful-information-for-villarreal-vs-maccabi-haifa/
  16. ↑So etwa bei Dinamo Zagreb gegen PAOK im März 2024, vgl. UEFA: UEFA statement on Dinamo Zagreb vs PAOK round of 16. 01.03.2024.https://www.uefa.com/news-media/news/028b-1a4e603c17ae-cb8aa75ebe2a-1000--uefa-statement-on-dinamo-zagreb-vs-paok-round-of-16/
  17. ↑So etwa bei Lille gegen Feyenoord im Januar oder bei Napoli gegen Frankfurt im November 2025. Auch frühere Kollektivstrafen gegen israelische Fanszenen beruhten auf konkreten Vergehen, etwa das Gästefan-Verbot gegen Maccabi Haifa im Juli 2023, vgl. UEFA: AB decisions affecting the attendance of supporters to UEFA matches. 20.07.2023.https://www.uefa.com/news-media/news/0283-1889481486f7-6ff77c805e2d-1000/
  18. ↑UEFA: European football unites to limit collective bans against away supporters. 03.09.2026.https://www.uefa.com/news-media/news/02a9-2180f7cdc802-f243aeefab46-1000--european-football-unites-to-limit-collective-bans-against-/
  19. ↑KAA Gent: KAA Gent–Maccabi Haifa zonder publiek. 19.01.2024.https://www.kaagent.be/nl/nieuws/19-01-2024/kaa-gent-maccabi-haifa-achter-gesloten-deuren
  20. ↑Joshua Schultheis / Nils Kottmann: Was über die Gewalt in Amsterdam bekannt ist. Jüdische Allgemeine, 11.11.2024. World Jewish Congress: World Jewish Congress Condemns Violent Attack in Amsterdam, Calls for Vigilance and Action to Protect Jews. 08.11.2024. Canaan Lidor: In Amsterdam, a Jewish paper chronicles a reality full of fear. The Jewish Chronicle / JNS, 13.05.2025https://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/was-ueber-die-gewaltszenen-in-amsterdam-bekannt-ist/https://www.worldjewishcongress.org/en/news/wjc-condemns-violent-attack-in-amsterdam-calls-for-vigilancehttps://www.thejc.com/news/features/amsterdam-jewish-paper-reality-fear-cup6vp0p
  21. ↑Unter anderem verbrannten eine Palästina-Fahne und skandierten „We`ll fuck the Arabs“, vgl. NOS: Politie: Israëlische supporters op meerdere plaatsen belaagd, bekogeld en bedreigd. 08.11.2024; Toby Sterling: The buildup to attacks on Israeli football supporters in Amsterdam. Reuters, 10.11.2024.https://nos.nl/artikel/2543676-politie-israelische-supporters-op-meerdere-plaatsen-belaagd-bekogeld-en-bedreigdhttps://www.reuters.com/world/europe/buildup-attacks-israeli-football-supporters-amsterdam-2024-11-09
  22. ↑Ebd.
  23. ↑Beşiktaş JK: Club Announcement Regarding Europa League Match Between Beşiktaş and Maccabi Tel Aviv. 04.11.2024. Türkiye Futbol Federasyonu: Kamuoyuna Duyuru. 05.11.2024. UEFA: Beşiktaş JK vs Maccabi Tel-Aviv FC to be played in Debrecen. 11.11.2024.https://bjk.com.tr/en/news/90172/club-announcement-regarding-europa-league-match-between-besiktas-and-maccabi-tel-aviv.htmlhttps://www.tff.org/default.aspx?ftxtID=45876&pageID=687https://www.uefa.com/uefaeuropaleague/news/0293-1c413aae026a-d0c1fb03c125-1000/
  24. ↑UK Parliament: [Unterlagen zur Sicherheitsbewertung des Spiels Aston Villa gegen Maccabi Tel Aviv]. Oktober 2025. Der Bericht erwähnt eine Vielzahl ‚propalästinensischer‘ Veranstaltungen, den Anschlag auf die Synagoge in Manchester am 02. Oktober 2025 (2 Todesopfer) sowie die Reaktionen Birminghamer Jüdinnen und Juden auf die Entscheidung des Gästefan-Ausschlusses: „It is yet another kick in the teeth for the UK Jewish community.“ Außerdem vielsagend ist der Absatz: „Jewish community concerns that Pro-Palestine protest activity is expected to continue outside Villa Pk during the Maccabi match despite the non-attendance of Tel Aviv fans.”https://committees.parliament.uk/publications/51223/documents/284219/default/
  25. ↑BDS Nederland: Dringende oproep om te voorkomen dat de wedstrijd AZ – Hapoel Beér Sheva op 15 oktober in Alkmaar plaatsvindt. 14.09.2026. NPO Radio 1 / BNNVARA, Dijkstra & Evenblij ter plekke: Alkmaar vreest onrust door komst Israëlische voetbalploeg. 20.09.2026.https://bdsnederland.nl/az-hapoel-beer-sheva/https://www.nporadio1.nl/fragmenten/dijkstra-en-evenblij-ter-plekke/01a0bff4-5094-73ed-8c17-13c29da03bcc/2026-09-20-alkmaar-vreest-onrust-door-komst-israelische-voetbalploeg
  26. ↑NOS Football: Alkmaar laat geen Israëlische supporters toe bij Europa League-duel AZ. 30.09.2026https://nos.nl/artikel/2633101-alkmaar-laat-geen-israelische-supporters-toe-bij-europa-league-duel-az
  27. ↑Het Nieuwsblad: Union moet uitwijken voor Europese thuismatch omdat Israëlische ploeg niet welkom is in Leuven: “Ik ben daarin consequent”. o. D. Schon die Herren- und Frauenfußballnationalmannschaft Israels durften ihre Länderspiele gegen Belgien nicht in Leuven austragen.https://www.nieuwsblad.be/sport/voetbal/union-moet-uitwijken-voor-europese-thuismatch-omdat-israelische-ploeg-niet-welkom-is-in-leuven-ik-ben-daarin-consequent/160788072.html
  28. ↑Jerusalem Post Staff: Hapoel Beersheba banned from playing in Belgium, game moves to Germany. The Jerusalem Post, 25.09.2026. Die Stadt Düsseldorf und die Fortuna haben sich zu diesem Vorgang (bisher) nicht geäußert.https://www.jpost.com/israel-news/sports/article-909723
  29. ↑Sporx: Serdal Adalı açıkladı: Hapoel Beer-Sheva maçının yeri belli oldu! 23.09.2026, aktualisiert am 24.09.2026.https://www.sporx.com/serdal-adali-acikladi-hapoel-beer-sheva-macinin-yeri-belli-oldu-SXHBQ1177029SXQ
  30. ↑Adam Kula: Flag of group considered to be a terrorist organisation in Europe and America displayed at Glasgow Celtic vs Atletico Madrid match. News Letter, 26.10.2023.https://www.newsletter.co.uk/news/politics/flag-of-group-considered-to-be-a-terrorist-organisation-in-europe-and-america-displayed-at-glasgow-celtic-vs-atletico-madrid-match-4386848
  31. ↑Instagram: [Beitrag zu Rayo Vallecano, Beitragskennung DG3J9cuNULc]. o. D.https://www.instagram.com/p/DG3J9cuNULc/
  32. ↑Welt / dpa: Empörung in Polen über Banner von Haifa-Fans. 15.08.2025.https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/sport_nt/article689f44ceed3b1a0a8bfba8be/Empoerung-in-Polen-ueber-Banner-von-Haifa-Fans.html
  33. ↑Sky Sport: Fans von Paris Saint-Germain breiten Palästina-Banner aus. 07.11.2024.https://sport.sky.de/fussball/artikel/fans-von-paris-saint-germain-breiten-palaestina-banner-aus/13249915/34956
  34. ↑YouTube: Konyaspor’s choreography expressing solidarity with Palestine … [Kurzvideo]. o. D. YouTube: [Kurzvideo, Video-ID QEufB-OZ9zk]. o. D.https://www.youtube.com/shorts/04L8eBZceGIhttps://www.youtube.com/shorts/QEufB-OZ9zk
  35. ↑La Repubblica: Lazio-Roma, controlli della Digos contro messaggi antisemiti: i precedenti di Hitlerson e Anna Frank. 12.11.2023. Luca Monaco: I laziali “di sinistra” contro Lotito: “Accordo con Maccabi Tel Aviv, incompatibile con l’umanità”. La Repubblica, 26.03.2025. N1: [Bilddatei im AVIF-Format]. o. D. Tobias Müller: Ins Aus gespielt. Jüdische Allgemeine, 22.01.2013.https://roma.repubblica.it/cronaca/2023/11/12/news/derby_lazio_roma_antisemitismo_digos_anna_frank_hitler_hitlerson-420156939/https://roma.repubblica.it/cronaca/2025/03/26/news/laziali_sinistra_protesta_accordo_lotito_maccabi_tel_aviv-424086508/https://n1info.ba/media/images/2025/10/1759432782_2025-10-02T180419Z_75.format-avif.width-1200.avifhttps://www.juedische-allgemeine.de/juedische-welt/ins-aus-gespielt/
  36. ↑Football4Palestine: Map [Karte der beteiligten Fanszenen]. o. D.https://football4pal.com/map/
  37. ↑Abdul Moiz Malik: Why Man Utd, Liverpool won’t let fans carry Palestinian flags. Dawn, 31.10.2023. Football4Palestine: Map [Karte der beteiligten Fanszenen]. o. D.https://www.dawn.com/news/1785122https://football4pal.com/map/
  38. ↑Irish Sport For Palestine: [Facebook-Beitrag zu Gate Nine / PAC Omonia 29M in Nicosia]. o. D.https://www.facebook.com/IrishSportForPalestine/posts/nicosia-cyprus-gate-nine-pac-omonia-29m-show-israel-the-red-card-israel-is-a-ter/122185229360142765/
  39. ↑Poliakov, Léon (2022 [1983]): Von Moskau nach Beirut. Essay über die Desinformation. S. 32.
  40. ↑Deutschlandfunk: „Green Brigade“: Celtic Glasgow sperrt Fangruppe laut „Sportschau“ wegen Positionierung im Nahost-Krieg aus. 03.11.2023. Combat Antisemitism Movement: Bericht zur Kampagne „Show Israel the Red Card“ (siehe Endnote 7). 06.03.2025. Inga Hofmann: „Zeigt Israel die Rote Karte“: Die Spaltung der Fußball-Ultras beim Nahostkonflikt. Der Tagesspiegel, 27.02.2025.https://www.deutschlandfunk.de/celtic-glasgow-sperrt-fangruppe-laut-sportschau-wegen-positionierung-im-nahost-krieg-aus-100.htmlhttps://combatantisemitism.org/studies-reports/show-israel-the-red-card-campaign-is-latest-antisemitic-effort-to-exclude-jewish-athletes-globally/https://www.tagesspiegel.de/sport/zeigt-israel-die-rote-karte-die-spaltung-der-fussball-ultras-beim-nahostkonflikt-13245544.html

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